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Home Office, Büro, Work Areas – Wie gestalten wir die Arbeitsräume der Zukunft?

Zum Thema „Home Office oder Büro“ gibt es bereits viele Stimmen und Meinungen. Die einen argumentieren leidenschaftlich für Home Office. Manche wollen sogar ein gesetzlich verankertes Recht darauf. Die anderen rufen dazu auf die Augen vor den möglichen Nachteilen nicht zu verschließen und sehen hauptsächlich Nachteile in Bezug auf Home Office. Eine Differenzierte und nüchterne Betrachtung findet man eher selten. Unser Standpunkt dazu lässt sich zusammenfassen als „Nicht entweder/oder, sondern beides – je nach Anforderung“ – die Gründe dafür erfahren Sie im folgenden Artikel. Einen gesonderten Artikel zum Thema „Akustik im Home Office“ findet ihr hier.

Vorteile von Home Office für Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Vor einem Jahr gingen Marktexperten davon aus, dass ungefähr ein Fünftel der Büroplätze auch nach Corona dauerhaft wegfallen würden. Das war durchaus einleuchtend, denn die Vorteile von Home Office liegen klar auf der Hand. Der Arbeitnehmer spart täglich Zeit und Geld, da er nicht ins Büro pendeln muss. Die Kinderbetreuung ist gewährleistet, der Tag lässt sich flexibler strukturieren, wodurch sich auch die individuellen Leistungsphasen besser ausnutzen lassen. Für den Arbeitgeber kann es sich finanziell lohnen, indem er Arbeitsplätze im Büro abbaut und somit Flächen und Unterhaltungskosten einsparen kann. Und in der Tat deutet alles darauf hin, dass Home Office mehr ist als nur ein situationsbedingter Trend.

Nachteile des Home Office für Arbeitgeber

Dennoch scheint das Home Office zumindest einer rückläufigen Entwickelung zu unterliegen. Im ersten Lockdown April 2020 lag die Beschäftigtenquote im Home Office bei 27 % im November 2020, während des Lockdown Light lagen die Zahlen der im Home Office beschäftigten nur noch bei 14% [1].

Denn zusammen mit den Vorteilen kommen auch einige Schwierigkeiten für Arbeitgeber zum Vorschein. Laut einer Studie von Price Waterhouse Cooper (PWC), eines britischen Beratungsunternehmens, kostet die Home – Office Arbeitsplatzeinrichtung durchschnittlich 950 € pro Angestellten [1]. Bei einer größeren Belegschaft kommen hier hohe Kosten auf das Unternehmen zu. Des Weiteren muss der Arbeitgeber dafür Sorge tragen, dass die Verarbeitung von personenbezogenen Daten der DSGVO, der Arbeitsschutz und das Einhalten des Arbeitsgesetzes wie Ruhezeiten, sichergestellt ist. Im Home – Office ist eine Überwachung schwieriger, sodass sich juristische Fragestellungen ergeben.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft befragte 1200 Firmen, in der zwei Drittel angaben, ihre Angestellten nach der Pandemie nicht nach Hause zu schicken [2]. Dies korreliert mit einer telefonischen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom, in der von 1503 befragten Angestellten 35% angaben, dass Sie nach Corona ihren Arbeitsplatz frei wählen können. Davon werden schätzungsweise 27% teilweise im Home-Office arbeiten und 8% vollständig. Vor der Pandemie lagen die Werte für vollständige Arbeit im Home-Office noch bei 3% [4].

Nachteile von Home Office für Arbeitnehmer

Aber scheinbar gibt es auch einige Arbeitnehmer, die sich das Büro zurückersehnen. Stundenhotels werden zu Anlaufstellen für Menschen, die zu Hause im Familienumfeld keine Konzentration finden [5]. Auch gesundheitlich treten bei einigen seit dem Arbeiten im Homeoffice vermehrfacht Beschwerden, wie Rückenschmerzen, Muskelschmerzen, Müdigkeit, Erschöpfung, Stress und Gewichtzunahme, auf. Das Problem einiger dieser Symptome wird die schlechtere Ausstattung zu Hause sein. Ist kein Büro in den eigenen vier Wänden vorhanden, so muss meist der Couchtisch oder Küchentisch herhalten [1]. Auch von der psychischen Seite aus betrachtet, fehlt vielen das soziale Umfeld unter anderem der Kontakt zu ihren Kollegen.

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Arbeiten im Büro? Ja, aber anders!

Die Ansprüche an die Nutzung der Büroflächen werden sich vorausschauend dahingehend verändern, dass sie eine hohe Flexibilität aufweisen müssen. Feste Arbeitsplätze im Büro nehmen zunehmend ab, es wird eher darauf zugesteuert Räume für die verschiedenen Anforderungen im Büroalltag aufzugliedern. Es werden unterschiedliche Flächen für Konzentration, Meeting, Information, Regeneration, erhöhte Konzentriertheit, Kommunikation und Lernen vorgesehen.

Was ist mit der Raumakustik?

Die bisherigen Richtlinien zur Akustik im Büro (wie die VDI 2569 – Schallschutz und akustische Gestaltung in Büros, DIN 18041 – Hörsamkeit in Räumen oder der Arbeitsstättenregel ASR A3.7 – Lärm) finden bei den neuen Modellen der Arbeitsplatzunterteilungen nur teilweise ihre Anwendung. Tendenziell sind sie eher auf statische Büroarbeitsplätze ausgelegt, welche im modernen Büro weniger vorhanden sind.

Nach wie vor wird es wichtig sein die Nachhallzeiten auf ein gewisses Maß zu senken, denn die Halligkeit wird auch weiterhin zu Unbehaglichkeiten und Hörsamkeitsproblemen führen. Wie die Längsschallausbreitungen angepasst werden können, welche in der VDI 2569 beschrieben werden, wird bei flexiblen Arbeitsplätzen wahrscheinlich eine größere Herausforderung.

Akustik-Raumtrennwände tragen zu einer deutlichen Verbesserung der Raumakustik bei und bieten gleichzeitig optischen Schutz zwischen zwei Räumlichkeiten. Im Handumdrehen lässt sich eine Räumlichkeit wie beispielsweise ein Besprechungsraum herstellen und wieder zurück zur Open Area umfunktionieren.

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Eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Raumakustik für die Zukunft könnte ein Arbeitsplatz sein, der auch unabhängig von Decken und Wänden mit Akustik ausgestattet werden kann. Eine Möglichkeit dazu bietet ein Rahmengestell mit Akustikelementen, welches individuell mit Akustikelementen, mit Beleuchtung und Deko und auch mit Steckdosen und Netzwerkanschlüssen ausgestattet werden kann. Das ermöglicht eine flexible, optische und adaptive Raumakustiklösung.

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In jedem Fall werden Akustikstellwände von großer Bedeutung für Büroflächen bleiben. Auch wenn sich die Längsschallausbreitungen und Schallquellen in einem permanenten Wechsel befinden, können beispielsweise Trennwände oder Tischaufsteller in wenigen Augenblicken flexibel umpositioniert werden, so wie die Situation es verlangt.

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Fazit

Sowohl Home Office wie auch das Büro können eine sinnvolle Arbeitsumgebung sein und viele Vorteile bringen, wenn man weiß, wie und für welchen Zweck diese Arbeitsräume genutzt werden sollten. In beiden Fällen bleibt es jedoch unabdingbar die Räume professionell auszustatten. So kann die physische und psychische Gesundheit der Mitarbeiter mit sinnvollen Maßnahmen in Bezug auf Raumakustik, Beleuchtung, Möbelierung etc. geschützt und die Voraussetzungen für eine gute Arbeitsleistung geschaffen werden.

 

Quellen:

[1] https://www.rexx-systems.com/news/homeoffice-als-dauerloesung-perspektiven.php?cp=NL01-2021&kw=hofuerimmer

[2] https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/wohnraum-bueroflaechen-homeoffice-101.html

[3] https://www.wuv.de/karriere/corona_wird_den_bueromarkt_drastisch_veraendern

[4] https://www.bitkom.org/Presse/Presseinformation/Mehr-als-10-Millionen-arbeiten-ausschliesslich-im-Homeoffice

[5] https://www.deutschlandfunkkultur.de/homeoffice-im-hotel-hier-schaffe-ich-in-drei-stunden-mehr.1001.de.html?dram:article_id=476141